In Deutschland sind aktuell insgesamt 98 Millionen Mobiltelefone im
Einsatz. Auf jeden Bundesbürger über alle Altersklassen hinweg kommen
also im Schnitt 1,3 aktiv genutzte Handys. Das geht aus einer
repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag
des IT-Branchenverbandes BITKOM hervor.
Demnach haben rund 29
Millionen Bundesbürger mindestens zwei Mobiltelefone im Gebrauch.
Sieben Millionen nutzen sogar drei oder noch mehr Geräte parallel. Der
Trend zum Zweit- oder Dritthandy werde durch die neuen Smartphones
weiter verstärkt, kommentierte BITKOM-Präsident Dieter Kempf die
Umfrageergebnisse.
Rund 88 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre
nutzen ein Mobiltelefon privat oder beruflich. Das sind rund 62
Millionen Personen. Bei einer Umfrage vor drei Monaten waren es noch 87
Prozent beziehungsweise 61 Millionen Personen.
Die mobilen
Internetzugänge erhöhen die Attraktivität der Mobilfunkangebote
zusätzlich, insbesondere für Geschäftskunden, berichtet der
Branchenverband weiter. Der mobile Zugriff auf Unternehmensdaten und
die schnelle Erreichbarkeit würden im Berufsleben zunehmend
selbstverständlich. Immer mehr Beschäftigte erhielten daher ein
Dienst-Handy. 59 Prozent aller Berufstätigen haben mindestens zwei
Mobiltelefone in Gebrauch, während nur 3 Prozent von ihnen gar kein
Handy besitzen.
Der BITKOM weist diesbezüglich auf die Vorteile
von Dual-SIM-Mobiltelefonen hin, die mit zwei SIM-Karten ausgestattet
werden können. Man kann so mit einem Gerät sowohl unter der
geschäftlichen wie unter der privaten Nummer angerufen werden. Der
Nutzer entscheidet dabei mit einem Tastendruck, über welche der beiden
Karten er jeweils anrufen oder ins Web gehen möchte.
Dual-SIM-Handys
sind allerdings nicht sehr verbreitet. Für technisch Interessierte gibt
es alternativ ab etwa 20 Euro so genannte Dual-SIM-Adapter. Sie
ermöglichen eine alternierende Nutzung mehrerer SIM-Karten in normalen
Handys. Allerdings müssen Nutzer dafür beide SIM-Karten verkleinern,
also sehr genau um den Chip herum mit einer Schere zurechtschneiden. So
passen die beiden Karten in den Adapter, der die Größe einer einzigen
SIM-Karte hat.
Beim Betrieb eines solchen Adapters treten unter
Umständen Kompatibilitätsprobleme auf. Daher sollte vor einer
irreversiblen Verkleinerung der SIM-Karte unbedingt das Zusammenspiel
von Adapter, Mobiltelefon und SIM-Karte geprüft werden. Der BITKOM
empfiehlt, sich an den Fachhandel, die Anbieter oder die einschlägigen
Internetforen zu wenden.



























