Entweder schlicht oder wie eine Prinzessin

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By: 2012-01-03 07:55:17

Einmal Prinzessin sein, das ist der Traum vieler Frauen für ihren Hochzeitstag. Und auch Männer haben oft sehr hohe Ansprüche an sich und an die Gestaltung des „schönsten Tages in ihrem Leben“. Wie diese Träume und Ansprüche wahr werden können, das zu zeigen hat sich die Hochzeitsmesse am Sonntag in der Neustädter Stadthalle als Ziel gesetzt.

Und eine von den Ausstellern der Messe, die solche Träume wahr machen wollen, ist Alexandra Zimmer aus Bischofsheim. Die Besitzerin des Brautmodenladens zeigt nicht nur in der Stadthalle die neuesten Trends, sondern informiert auch im Gespräch mit dieser Zeitung über die aktuelle Brautmode.

Waren in den vergangenen Jahren die Kleider schlicht und zurückhaltend, wird in dieser Saison mit Glanz und Pomp nicht gespart, erklärt Alexandra Zimmer. Der Traum, ein Kleid wie Sissi tragen zu dürfen, wird wahr. Viel Organza, viel Drapierungen und viele Schichten und Lagen, das ist der Trend für 2012.

Die Brautkleider in diesem Jahr sind oft mit farblichen Akzenten abgesetzt. „Die Stickereien auf den Kleidern sind gerne mit Farbe“, erzählt Alexandra Zimmer. Im Trend liegen seit vielen Jahren blau, rot und rosé. Seit zwei Jahren sind schwarz und Beeren-Töne im Kommen. Neu in dieser Saison sind Kaffee-Töne, wie Cappuccino oder Nougat, und Lila. „Lila war bisher überhaupt keine Farbe für Bräute“, sagt Alexandra Zimmer und zeigt ein Kleid mit Blumenstickerei an der Taille.

Besonders ältere Bräute entscheiden sich für Kleider mit Applikationen in Kaffee-Tönen oder sogar für ganze Kleider in diesen Farben. „Weiße Kleider sind überhaupt nicht mehr gefragt“, erzählt die Brautmodenverkäuferin. Heute sind die Kleider meist in Creme oder Ivory gehalten, nur sehr vereinzelt blitzt ein Weißes aus dem Kleidermeer hervor. „Weiß ist überhaupt keine Farbe mehr“, sagt Alexandra Zimmer.

Dieser Lilaton ist so dunkel, dass er fast wie schwarz wirkt. Und die Brautmodenverkäuferin erklärt: „Hat sich die Braut ein Kleid mit farblichen Akzenten ausgesucht, sind auch meist die Accessoires beim Bräutigam, wie das Hemd oder die Krawatte, in dem gleichen Farbton gehalten.“

Viele Kleider, die Alexandra Zimmer vorstellt, haben einen leichten Überstoff aus Taft, Tüll oder Tüllspitze. Oft wirkt dieser Überstoff wie ein Mantel. Gefragt ist auch der Stufen- und Lagenlook. Verschiedene Stoffe sind übereinander geschichtet und der weite, ausladende Rock ist mit Drapierungen oder Rüschen verziert. „Wir haben in dieser Saison viele Palast-Prunk-Kleider, fast wie in den 60er Jahren“, sagt die Brautmodenexpertin. Schleppen sind in diesem Jahr ein unbedingtes Muss.

Verziert sind die Kleider mit silbernen Stickereien. „Das ist neu in dieser Saison. Die Stickereien waren bisher Ton in Ton mit dem Kleid. Stickerei mit Silber liegt im Trend“, sagt Alexandra Zimmer. Ein Aspekt, der sich durch alle Kleider zieht, ist die Asymmetrie. Ob bei den Röcken oder Oberteilen, dieses Thema kommt oft zur Geltung.

Seit einigen Jahren sind Corsagenoberteile sehr gefragt. Dieser Trend setzt sich auch in der aktuellen Saison fort. Kaum ein Kleid mit Trägern ist zu finden und Alexandra Zimmer erklärt: „Ärmel gehen überhaupt nicht.“ Wenn überhaupt, gibt es kurze Bolerojacken oder Stolen, die für die kirchliche Zeremonie übergezogen werden können. Ein schöner Rücken kann auch entzücken und so werden viele Brautkleider im Rücken geschnürt.

Nach wie vor wird auch der Schleier von Bräuten gerne genommen. Nur sind sie in dieser Saison kürzer geworden. Bis zur Mitte des Rückens reichen sie. Am Kopf werden sie mit Reifen, Krönchen oder Diademen gehalten.

„Entweder sind die Brautkleider einfach und schlicht oder es sind Prinzessinnen-Kleider mit Schleppe und viel Stickereien“, resümiert die Brautmodenexpertin den Trend für diese Saison.

Trend bei den Bräutigamen sind Anzüge in dunkelbraun, oft mit feinen, dünnen Streifen. Die Hemden und Krawatten oder Plastrons sind Ton in Ton gehalten.

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