Für Traditionalisten steht es außer Frage: Am Bildschirm zu lesen ist
stillos, ein Buch muss gedruckt sein. Auch mancher Vielleser tut sich
mit dem Umstieg vom gedruckten zum elektronischen Buch schwer. Dessen
Zahlen zeigen allerdings klar nach oben. So verkaufte der
Buch-Großhändler Libri im Herbst über seine Internet-Plattform erstmals
mehr E-Books als Taschenbücher und Hardcover-Ausgaben.
Buchmesse Frankfurt - E-Book-Reader Bild vergrößern
Bei
Amazon, dem unumstrittenen E-Book-Marktführer in den USA, liegen die
Verkäufe der elektronischen Ausgaben schon lange vorn. In den Staaten
ist aber auch der Marktanteil elektronisch verbreiteter Bücher
erheblich höher, er betrug schon 2010 gute 8,3 Prozent, in Deutschland
waren es im selben Zeitraum nur 0,4 Prozent. Für 2011 wird hierzulande
ein Anteil von 1,4 Prozent erwartet, 3,72 Millionen eBooks sollen
verkauft werden.
Die Lesegeräte bieten durchaus Vorteile:
E-Books sind - ebenfalls mit eigener Preisbindung - meist 15 bis 20
Prozent billiger als gedruckte Bücher, sie nehmen sowohl im
Urlaubsgepäck als auch daheim im Regal keinen Platz weg, und man hat
immer genügend Lesestoff dabei. Denn auf einen der Reader passen etwa
1000 bis 3000 elektronische Bücher.
Doch es geht nicht mehr nur
um Bücher, immer mehr Zeitungen und Zeitschriften gibt es ebenfalls in
einer elektronischen Variante. Wer zur Hauptverkehrszeit in einer
Großstadt mit der U-Bahn unterwegs ist, weiß, dass an das Lesen einer
normalen Zeitung häufig kaum zu denken ist. Ein E-Book-Reader aber
lässt sich auch auf engstem Raum mit einer Hand halten. Mittlerweile
werden zahlreiche solcher Lesegeräte angeboten - doch welches ist das
Richtige?
Mit den Slogans wie \"der E-Book-Reader für alle\" und
\"sensationell günstig\" bewerben die Buchhandelsketten Hugendubel und
Weltbild ihr elektronisches Lesegerät. Knapp 60 Euro scheinen
angesichts der Preise bei der Konkurrenz in der Tat gering. Der
Buchhändler Thalia verlangt für seinen Reader mit der Bezeichnung Oyo
das Doppelte, Sony für sein neu auf den Markt gebrachtes Gerät PRS-T1
sogar 150 Euro, ebensoviel kostet der Reader von iRiver, den man in
Buchhandlungen kaufen kann.



























