0Artikel im Warenkorb 

Ihr Warenlorb ist leer.

 

Wenn Sie bereits ein Konto besitzen, können Sie sich hier anmelden.

EUR

Startseite > Efox Nachrichten > Handy

Gratulation per Handy in die CDU-Hochburg

Dass die FDP am Sonntag aus dem Deutschen Bundestag geflogen ist, hat Thomas Redelberger nicht überrascht. „Das habe ich erwartet“, sagte der Heusweiler Bürgermeister gestern bei der Nachlese zur Bundestagswahl. „Die Leute besinnen sich auf die großen Parteien, nachdem Protestwähler gesehen haben, dass die kleinen Parteien nicht viel bewegen“, kommentierte der CDU-Mann die Hinzugewinne von Christ- und Sozialdemokraten. Redelberger hat auch fest damit gerechnet, dass seine Parteikollegin Nadine Schön ihr Direktmandat im Wahlkreis 298 St. Wendel verteidigt, zu dem die Gemeinde Heusweiler gehört.
 
Die Wähler hätten honoriert, dass die 30-Jährige starke Präsenz im Wahlkreis gezeigt habe, auch in der Köllertalgemeinde. In 21 der 24 Heusweiler Wahllokale lag Nadine Schön beim Kampf um die Erststimme vorn, in drei Wahllokalen (Dilsburg, Holz, Wahlschied) schnitt ihr schärfster Konkurrent, der SPD-Kandidat Christian Petry, besser ab. Die beiden Mitbewerber aus der Gemeinde Heusweiler, Oliver Luksic von der FDP und Iris Langguth von den Grünen, blieben unter ihren Erwartungen. Luksic sei im Vergleich zu Nadine Schön in der Region weit weniger präsent gewesen, meinte Redelberger. Und dass Iris Langguth kein besseres Ergebnis einfuhr, sei ihrer Partei geschuldet.
 
Das sieht Iris Langguth genauso, wie sie gestern im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung durchblicken ließ. „Heftige Ergebnisse“ seien das am Sonntag für die Grünen gewesen, sagte die 53-Jährige. Die Bundesgrünen hätten die falschen Schwerpunkte und vielleicht auch auf die falschen Personen gesetzt: „Dafür haben uns die Wähler abgewatscht.“ Auch von ihrem eigenen Resultat zeigte sich Iris Langguth enttäuscht. Holte sie bei der Bundestagswahl 2009 noch gut 6000 Stimmen, so waren es diesmal nur knapp 3800. Sie habe auch wenig Wahlkampf gemacht, räumte die Betriebswirtin ein, „aber ich habe Beruf und Familie und auch nicht die finanziellen Mittel wie die Kandidaten der großen Parteien“.
 
Der Püttlinger Bürgermeister Martin Speicher erhielt noch am Wahlabend Glückwünsche aus Frankreich zum glänzenden Wahlergebnis, das Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer Partei eingefahren hat. „Um 19.15 Uhr hat mein china handy geklingelt. Bernard Zunino, der Bürgermeister unserer Partnergemeinde St. Michel sur Orge, hat persönlich gratuliert“, berichtete Speicher. Der wiederum freute sich, dass die Köllertalstadt „nach wie vor eine CDU-Hochburg ist“.
 
Speichers Amtskollege Klaus Häusle bilanzierte, dass Riegelsberg mit den Ergebnissen der Parteien im Landes- und Bundestrend liege. Die großen Parteien hätten Stimmen gewonnen, die kleineren verloren. Überrascht nahm er zur Kenntnis, dass Anette Hübinger (CDU) das Direktmandat im Wahlkreis 296 verteidigt hat. „Die Linken haben stark verloren, ich hätte gedacht, dass die SPD-Kandidatin Elke Ferner davon profitieren könnte“, sagte Häusle. Im Übrigen habe das Ergebnis der Bundestagswahl keinen Einfluss auf die Kommunalwahl am 25. Mai nächsten Jahres, meinte Häusle.
Kürzlich angesehene Artikel

Wenn Sie sich Artikel anschauen, werden wir dies aufzeichnen.