Apple, Oracle, Microsoft, Ebay, und jetzt auch noch BT, besser bekannt
als British Telecom: Mit dem Telekommunikationsriesen aus dem
Vereinigten Königreich ist gerade ein sechster Gigant hinzugekommen,
der Google wegen angeblicher Patentverletzungen beim
Handy-Betriebssystem Android belangen will.
Dazu kommen mehrere Klagen kleinerer Anbieter. In den USA, genauer
gesagt im District Court des Staates Delaware geht BT nun gegen Google
vor. Der Vorwurf: Android enthalte Funktionen, auf die BT Patente
halte. Darunter sind Details des Musik-Streaming-Dienstes Google Music,
der Kartenanwendung Google Maps, Funktionen des App-Marktplatzes
Android Market und ortsbezogene Werbung.
Der britische \"Guardian\" zitiert einen BT-Sprecher mit den Worten: \"BT
bestätigt, dass es juristische Schritte gegen Google eingeleitet hat
(…). Unsere ständigen Investitionen in Innovation haben ein großes
Portfolio von Patenten hervorgebracht, die wertvolles
Unternehmenseigentum darstellen.\" Eigenen Angaben zufolge hält BT über
10.000 Patente. Ein Google-Sprecher erklärte, die Forderungen von BT
entbehrten jeder Grundlage und man werde sich \"vehement gegen sie
verteidigen\".
Im Blog des Patent-Experten Florian Müller ist die Klageschrift
einzusehen. BT verlangt demnach sowohl eine einstweilige Verfügung als
auch Schadensersatz. Google kämpft an diversen Fronten gegen den
Vorwurf von Patentsverletzungen im Zusammenhang mit Android.
Handy-Hersteller wie HTC und Samsung, die Android als Betriebssystem
einsetzen, haben sich ihrerseits bereits zu Lizenzzahlungen an
Microsoft verpflichtet.
Sollten die Patentprozesse gegen Google erfolgreich sein, würden damit
Android-Handys am Ende vermutlich teurer, denn Google würde sein
Lizenzierungsmodell dann möglicherweise ändern und die Handy-Hersteller
doch Gebühren zahlen lassen.



























